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In-Dummy Messtechnik

Bei Crashtests mit Fahrzeugen werden Dummies als Messpuppen eingesetzt, um die Unfalleinwirkungen auf die Fahrzeuginsassen zu messen. Da die Anforderungen an die Messtechnik immer komplexer werden, bietet eine Miniaturtechnik, die direkt in die Dummies eingebaut wird, völlig neue Perspektiven.

Die komplette In-Dummy Messtechnik wurde an die Firma Kistler verkauft. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
www.kistler.com

Die Zahl der Dummy-Messstellen nimmt ständig zu, so dass die herkömmliche Messtechnik mit der Analogübertragung der Sensorsignale über Leitungsbündel zu einer Zentralmesstechnik immer unhandlicher wird. Eine wesentliche Verbesserung lässt sich mit der Verlagerung der Signalaufbereitung und Digitalisierung direkt an die Sensoren und mit der Signalübertragung über Busleitungen erreichen. Mit der Verwendung von Busleitungen kann der Verkabelungsaufwand drastisch verringert werden.

Ein besonderes Problem ist die Verkabelung zwischen den Sensoren und der Datenspeicherung, weil die Kabelmassen eine zusätzliche Belastung darstellen. Mit der In-Dummy Technik wird die Datenerfassung komplett in den Dummy verlegt, so dass dieser nur noch wenige Anschlussleitungen hat.


Kennzeichnende Merkmale

  • Messdatenerfassung komplett im Dummy
  • Digitalisierung der Messdaten direkt am Sensor mit DiMods (Digitalisierungs-Module). DiMods mit Busanschluss
  • Drastische Verkleinerung der Dummy-Verkabelung durch Bustechnik. Die Daten von bis zu 12 Sensoren laufen online über ein Buskabel
  • Crashrecorder mit Zentralspeicher zum Aufzeichnen aller Daten im Crash
  • Optimierung des Gesamtkonzepts für Standard-Samplingrate von 20 kHz. Auch andere Datenraten bis zu 100 kHz sind möglich
  • 1-Kanal DiMods mit Abmessungen 11 x 9 x 6 mm können vorhandene Einbauvolumina von Sensor ID-Modulen nutzen. 3-Kanal-DiMods für Triaxialsensoren ca. 10 x 10 x 10 mm
  • Sehr kleine Verlustleistung durch minimalisierte Auslegung der DiMods. Ca. 60 mW bei einem 1-Kanal DiMod, ca. 40 mW/Kanal bei einem 3-Kanal DiMod
  • Crashrecorder in Lowpower-Ausführung mit ca. 2 W Verlustleistung
  • Jeder DiMod hat einen Speicher mit allen Informationen für die spätere Datenauswertung. Damit entfällt der Zugriff auf externe Datenbanken mit den Sensoreingenschaften.


Bustopologie

Im Dummy werden an zentraler Stelle im Brustbereich ein Datenrecorder und eine USV-Stromversorgung montiert. Diese Geräte sind so klein und leicht, dass damit die Eigenschaften des Dummies nicht verändert werden. Vom Datenrecorder laufen Buskabel zu den Sensoren, die mit DiMods ergänzt werden. Bis zu 12 Sensoren können so an eine Busleitung angeschlossen werden.

Datenrecorder_Systemkabel_304.jpg


Einsatzbeispiel: Kinderdummy 3 Jahre, Brustbereich

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Ansicht von unten - Recorder und Stromversorgung



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Ansicht von vorn - Recorder und Stromversorgung


Software

  • Messstelle mit ihrem Namen (ISO-Code) als Ordnungskriterium bei der Messaufnahme. Es gibt keine Kanalnummern
  • ISO-Code für Messstelle im TEDs-Verzeichnis der DiMods enthalten
  • vorhandene Anwendung für:
    - Auslesen und Pflege der TEDs-Einträge- Messstellenübersicht mit
      System- und Usertags, Messzeiten, Stimuliwerten
    - Steuerung der Messaufnahme, Online Quick-Look
    - Auslesen des Speichers, Erstellen von ISO-MME Kanaldateien
    - Grafische Ausgabe als Quick-Look
  • Einbinden in übergeordnete Ablauf- und Steuerprogramme mit DLLs oder EXEn nach Vorgabe. Datenaustausch z. B. im XML-Format



Kalibrierung

  • 4 Online Werte
  • gemeinsame Kalibrierung von Sensor und DiMod
  • Vergleichsmessung mit Normal-Sensor
  • 4 kHz Antialiasingfilter liefert noch hinreichend feine Zeitauflösung
  • Zeitstempelverfahren mit Taktsynchronisation bei der Messdatenerfassung von Prüfling und Vergleichsnormal
  • Bei Stoßpendelkalibrierung Transientenaufnahme mit to als Zeit-Bezug
  • Bei kontinuierlicher Kraft- und Wegkalibrierung Online-Ausgabe von max. drei Sensorsignalen aus Ringpuffern per Ethernet und Zeitstempel-Synchronisation mit Startsignal

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